Als ich heute morgen um 8:30 Uhr das erste Mal aufwachte, wusste ich direkt: oh nooo, jetzt ist es soweit. Schon seit Beginn der Ferien warte ich darauf, dass die Erkältung ausbricht, wie immer zu Beginn der Sommerferien. 🙄 Ich war bisher wohl noch nicht weit genug runter gefahren, aber jetzt war’s soweit und ich bin mit Erkältung aufgewacht. Mein ständigen Niesen gestern war dann wohl doch nicht „einfach so“. 🙈
Hab mich dann erstmal mit Nasenspray, Sinupret und ner Ibu gedopt und hab dann nochmal schön geschlummert. Das liebe ich ja an Urlaub: keine Verpflichtungen, keine Rechenschaften, einfach tun und lassen, so langsam und lange wie ich will. 😍😅
So hab ich dann gewartet, bis sowohl die amerikanischen unkommunikativen Mädels und auch die Putzfrau aus dem Zimmer waren und ich mich ganz in Ruhe fertig machen konnte. Um 13 Uhr hab ich dann entspannt das Hostel verlassen – man soll sich ja auch am besten vor der heißen Mittagssonne schützen oder? 😁☀️



Mein 1. Ziel war SOUL KITCHEN als Restaurant zum Mittagessen, aber das hatte leider zu. Also bin ich zum nächsten Spot auf meiner Liste und hab einen ziemlichen Glückstreffer gelandet. Hier gabs nicht nur ein sehr gemütliches Ambiente, sondern auch ein erstklassiges Mittagessen. Halloumiburger mit Avocado und Pommes – ganz nach meinem Geschmack! 😍🍔
Weiter ging es dann Richtung VIEUX PORT, um auf dem Weg zu überlegen, was ich denn mit dem Tag anfangen werde. Während ich beim Überlegen durch Marseille schlenderte, hab ich mich nochmal in die Warteschleife meines Stromanbieters gehangen – man soll die Zeit ja effektiv nutzen und die Hoffnung nicht aufgeben ne? 😁 Nach 30 Minuten hab ich doch tatsächlich mal Hilfe bekommen .. mal sehen ob diesmal alles glatt geht. 👀
Während des Telefonats hab ich mich dazu entschieden, dass ich nicht direkt zum Strand fahre, sondern erstmal Sightseeing betreibe. Gesagt getan, führte mich ein sehr langer, steiler und heißer Weg zur Notre Dame de la Garde. Ich hab leider erst nach der Hälfte des Weges überlegt, ob das bei 36 Grad so ne gute Idee ist … aber da wars schon zu spät, um noch umzudrehen. Also bin ich schön den Weg hochgelaufen, mit schön vielen Pausen und Wasserstopps natürlich. 💦



Oben angekommen musste ich erstmal eine Pause machen und hab mich entgegen des Tourismusstroms in den Schatten gesetzt. Das Akklimatisieren klappte da aber nur so semi, weil die Bänke und auch der Boden sich anfühlten, als wenn man auf einer Herdplatte sitzt. Also bin ich weiter gelaufen, hab mir die Basilika angesehen und bestaunt, was damals alles möglich war. ⛪️
Ich bin zwar gläubige Christin, aber es schockiert mich immer wieder, mit welchen Reichtümern sich die Kirche schmückt, während so viele Menschen auf der Welt in Armut leben. Das geht mir nicht in den Kopf …👀



Oben auf der Notre Dame hab ich dann ein schattiges, kühles Plätzchen entdeckt und dort meine Akklimatisierung fortgesetzt. 😅 Mein Buch ist so spannend, dass ich die Pause direkt mal eine Stunde ausgedehnt habe.
Danach war mir aber so warm, dass ich doch noch zum Strand wollte. Ich war die erste an der Bushaltestelle, bei der ich mir die ganze Zeit nicht sicher war, ob es wirklich eine ist, bis andere Menschen sich zu mir gesellten. Als dann der Bus kam, war ich aber keineswegs die erste am Bus, sondern so 30 andere Menschen. Bin aber zum Glück als Letzte noch reingekommen. Also ging’s dann mit dem Bus zurück zum Vieux Port. Laut meiner Internetrecherche ists hier in Marseille so einfach wie in vielen anderen Städten mit den Tickets – einfach Karte im Bus an den Sensor halten und damit bezahlen. Leider hat meine Karte, egal ob mit dem Handy, meiner Uhr oder der echten Karte, nicht das bekannte Geräusch gemacht. Ich habe es mehrmals vergeblich versucht und musste dann leider schwarz fahren … aber nur bis zum Vieux Port, weil ich danach in den nächsten Bus umsteigen und bezahlen konnte. 🚌
Am Plage du Prophète bin ich dann direkt runter zum Strand! Auch dort war viel los, aber lange nicht so viel wie gestern – aber ich war ja heute auch deutlich später dran. Neben vier netten Mädels hab ich dann meine Sachen platziert und bin direkt ins Wasser. Leider hab ich mich für die Wasserseite entschieden, bei der ne Menge Steine im Weg lagen, sodass ich gar nicht weit gekommen bin. ;D Also bin ich wieder raus, auf die andere Seite und hab mir dort ein Plätzchen gesucht und dann ging’s wieder straight ins Wasser. Erfrischend wie eh und je. Genau das, was ich heute noch brauchte.😍🌊



Mein 1. Buch hab ich übrigens im Bus auf dem Weg zum Strand durchgelesen, sodass ich mich mit Band 2 dann beim Trocknen beschäftigen konnte. Daher habe ich noch ziemlich viel Zeit am Strand verbracht. Beim Lesen kann ich einfach zu gut die Zeit vergessen und mich entspannen, wie mit keiner anderen Beschäftigung! 📖



Zurück an der Bushaltestelle musste ich einen Bus fahren lassen, weil der so voll war, dass ich echt erstaunt war, dass sich da wirklich noch jemand reingequetscht hat. 😀 Aber ich hab ja keinen Stress und bin entspannt in den nächsten Bus eingestiegen. Und dort hat ein netter junger Mann allen Frauen in seinem Umfeld seinen Platz angeboten und ich hab ihn dankend angenommen. Der Mann war übrigens arabischer Herkunft – wo ja immer alle behaupten, dass diese Menschen so furchbar seien. DEM IST NICHT PAUSCHAL SO.🥳


Auf dem Weg vom Bus zum Hostel hab ich mir fast in die Hosen gemacht – nicht wegen möglicher nächtlicher Überfälle, da hab ich gar keine Sorgen, sondern weil ich wirklich so dringend wie noch nie auf die Toilette musste. 😀 Also gings im Hostel straight nach oben und direkt ins Zimmer. Meine beiden Mitbewohnerinnen sind immer noch unkommunikativ und sprechen nicht.😂
Nach einer erfrischenden Dusche bin ich nun endlich im Bett und erfreue mich an einer sandfreien Umgebung!😍
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