22.7.2026

Gestern Abend hab ich für meine Verhältnisse schon super früh geschlafen, der Regen hat wohl geschafft! Dafür war ich aber auch sehr früh wieder wach, passend für den Ausflug. Vorhang auf: Die Sonne lacht, perfekt! ☀️ 

Frühstück mitnehmen war mein Plan, ging aber nicht auf, weil ich Pfannkuchen bestellt hab. Brötchen wären gut gewesen aber ich hab nicht damit gerechnet, dass sie welche da haben. Morgen früh bin ich schlauer. Trotz frühem Aufstehen waren wir dann doch erst Punkt 8 beim Frühstück und da wollte der Fahrer schon kommen. Er kam auch kurze Zeit später, aber uns wurde noch Zeit zum Essen gewährt. 😍 Also haben wir uns den Pfannkuchen richtig reingedrückt. 

Heute wurden wir (leider sage ich, glücklicherweise sagt Margarete) nicht von Rollern abgeholt, sondern von einem kleinen Bus. Wir dachten beide so „oh wow er fährt direkt los“ und plötzlich springt ein anderer Gast panisch auf und hinters Lenkrad: wir sind nämlich gar nicht gefahren, sondern gerollt, ohne Fahrer am Steuer. 🤣 Wehe einer schimpft nochmal mit mir, weil ich immer die Handbremse anziehe. Dann passiert sowas nicht. 🤝 

Auf dem Weg zum Hafen haben wir noch einige andere Touris eingesammelt, der Altersdurchschnitt passte aber ganz gut. Bei einem Hostel sind (bis dahin noch vermutlich) Australier eingestiegen und einer davon ist wirklich sehr schnell in meiner Austalier-Klischee-Schublade gelandet. Aber kleiner Spoiler an der Stelle: es war absolut berechtigt! 👀 

Am Hafen angekommen standen sehr viele Minikreuzfahrtschiffe (so sah es aus) parat und ich hab noch gesagt: ja damit macht man so Minikreuzfahrten durch die Halong Bay. Aber turns out: eins davon war unser Boot!!! Ich hab den Guide noch gefragt und er wollte mich erst mit nem Fischerboot veräppeln, aber ich hätte es auf jeden Fall geglaubt. Die letzten Male habe ich Bootstouren immer auf kleinen Booten gemacht. 🤣 

Als wir auf „unser boot“ durften ging es erstmal in den unteren „Saal“ zur Besprechung des Tagesplans. Da wars so krass klimatisiert, dass ich fast von „frieren“ sprechen würde. Allerdings ebbte das sehr schnell wieder ab und die Klimaanlage hatte da auch 26 grad eingestellt. Da könnt ihr euch vielleicht vorstellen, wie warm es draußen ist, wenn man das als seeeehr kalt empfindet! 🤣 

Der Plan: 

  • Long Ha Bay 
  • Ha Long Bay 
  • Schwimmstop mit Schnorcheln 
  • Kajak fahren 
  • Mittagessen auf dem Boot 
  • Monkey Island mit Schwimmstopp 

Oben auf dem Oberdeck angekommen wurde von einigen direkt die Bar ausgecheckt. Ich kann euch sagen, wer die erste Person war. Ich war’s nicht. Sondern der Australier, der immer weiter in meine Klischeeschublade rutschte. 👀 

Naja, während manche um halb zehn schon das 2. Bier öffneten, haben wir uns erstmal mit dem Ausblick beschäftigt. Der war wirklich gigantisch. Wir haben sooo eine krasse Natur und das sehen zu dürfen, das ist so verdammt privilegiert. Ich bin sehr sehr dankbar dafür!!! 

Die Ha Long Bay besteht aus sehr vielen Kalksteinfelsen (auf denen teilweise dichter Dschungel ist) die durch Überschwemmung entstanden sein sollen. Also da wo wir jetzt mit dem Boot rüber gefahren sind, muss ja früher mal Land gewesen sein. Aber es ist wohl sehr sehr tief. Eine Sage sagt auch irgendwas von einem Drachen, aber ich glaub dann doch eher die geologische Erklärung. 🤣 Fakt ist: Gottes Schöpfung ist krass! 

Zwischendurch gabs immer wieder so kleine Fischerdörfer, direkt auf dem Wasser! Super abgefahren einfach. 😍 

Als wir den Stopp zum Schwimmen & Schnorcheln gemacht haben, kam mal sowas von Urlaubsfeeling auf. Ich liebe einfach Wasser und es fällt mir hier mal wieder extrem auf, weil schwimmen einfach Glücksgefühle auslöst, wie wenig anderes. Ein Franzose war der Meinung, dass er an so einem Felsen hochklettern muss. Direkt neben einem Warnschild: „Vorsicht Steine können fallen.“ Naja manche müssen halt alles herausfordern … wir sind einfach ein bisschen im Wasser rumgedümpelt. Am besten ist ja, dass man hier nicht unter geht wenn man sich auf den Rücken legt. Das macht sehr viel Spaß!  Auch mit 30 noch 🤣 

Beim Kajakfahren kurze Zeit später konnten wir an eine Oysterfarm ranfahren, wo Muscheln gezüchtet werden. Ich muss das nochmal genauer googeln. Genau wie die Fischfarm bei der wir danach angehalten haben. Ich hab das Prinzip noch nicht ganz verstanden wieso man da Fische auf engstem Raum hält. Irgendwie um das Überfischen der Meere zu bekämpfen und Arten zu erhalten, aber irgendwie .. naja 👀 

Übrigens ist meinem Freund dem Australier neben dem Bier wohl auch die Sonne völlig zu Kopf gestiegen, denn er schubste jemand auf dem Kajak, der kenterte und verlor seine GoPro Kamera. Ich wäre schier eskaliert. Wie kann man so sein?!?! Bei der Fischfarm musste er auch unbedingt die Fische füttern und selbst der Guide war erschrocken, als die Haie ihm in den Finger gezwickt haben. Und irgendwie haben so einige damit gerechnet, dass der Australier gleich reinfällt. 🤣🙈 

Beim Kajakfahren haben wir ein nettes Pärchen aus der Schweiz kennengelernt, weshalb wir auch gute Fotos von außerhalb unseres Kajaks haben. 😎 

Nach der Kajaktour gabs dann erstmal Lunch. Dafür wurde unten auf dem Schiff alles vorbereitet und jeder Tisch hatte ein kleines Buffet. Wir saßen am Vegetariertisch und hatten vor allem der sehr leckeres Tofu in so einer Tomatensauce!

Während der Australier immer besoffener und auch wirklich unangenehmer wurde, sind wir langsam Richtung Monkey Island gefahren. 🐒 Ein anderer Deutscher sagte, dass er gehört hat, dass die Affen aus Japan kämen, auf der Insel ausgesetzt und mit Zigaretten & Alkohol gezähmt wurden. Ich hab Zweifel an der Geschichte, aber muss auch das noch googeln. 😅🤓  

Leider mussten wir Schwimmwesten anziehen und rüber schwimmen. Die Westen haben aber total aufgehalten und wir waren nicht begeistert, besonders ich nicht. 🤣 Kurz einmal Affen angeschaut und dann sind wir wieder zurück gepaddelt bzw getrieben. 

Und während wir da entspannt aufm Wasser dümpeln und uns treiben lassen, nette Gespräche mit den Schweizern führen .. schreit plötzlich ein Spanier PUTAAA! Und das heißt meistens nichts Gutes. Für eine Sekunde dachte ich noch, dass er sich mit seiner (vorher auffallend herrischen) Freundin gestritten hat, aber neee, sie fing auch plötzlich an zu schreiben: SHARK. Ich sag’s mal so, auf einmal konnte ich mit der Schwimmweste recht schnell schwimmen und zwar sehr Straight direkt zur Leiter vom Boot!!! 🙈 

Oben angekommen stellte sich heraus, dass es ne Qualle war, die die beiden erwischt hat. Nichts katastrophales, sicherlich sehr unangenehm, aber der Schrei war wild. Vermutlich hätte ich aber auch vor Schreck geschrien. 🤣  Es stellte sich dann heraus, dass die Qualle einige erwischt hat, weil viele mit Limetten und Eiswürfeln ihre Haut versorgten. 🙈 Bin ganz dankbar, dass ich da verschont geblieben bin. 

Danach gabs erstmal eine Beruhigungscola für mich und schon sind wir fast wieder im Hafen. Ach ja, beim Australier gibt’s quasi kein Halten mehr – er muss sich nämlich überall festhalten. Man, wie man sich so abschießen kann. Aber der eigentliche Hammer kommt noch: ich hatte meine Sonnenbrille vorm schwimmen oben hingelegt. Da lag sie nicht mehr. Der Guide meinte er hat sie oben auf nen Tisch gelegt, da lag sie auch nicht mehr. Ich schon völlig nervös und alle Viets an Bord auch. Der Guide war super besorgt und auf einmal zeigt er auf den Australier und sagt: sieht sie

So aus wie die??? Und ich frag den: ist das deine Brille? Und er so: nein! Nimmt sie ab und siehe da; es ist meine! MAN! 🙈😭🤣 

Zurück im HOMESTAY wollte ich uns zwei Becher mit Eiswürfeln holen, um dort unsere warmen Getränke abzukühlen. Aber es gab keine Eiswürfel mehr. 😭

Dafür haben wir neue Nachbarn und die sind mit sehr seltsamem Gepäck angereist! Ein großer, sehr leicht wirkender Koffer. Eine große Styropor(Kühl?)Box und noch anderem Zeugs … während wir noch rätseln, packt der Mann fleißig aus und baut sich auf seiner kleinen Terrasse ein Minilabor auf. Keine Ahnung was er da tat, die Spekulationen sind wild: Methlabor war mein Favorit dabei. 🤣 aber es scheint wohl was weniger illegales zu sein, wenn er das so offensichtlich macht. Seine Frau hat ihn auch dabei fleißig fotografiert. 👀

Aber hey, er hat immerhin noch Eiswürfel! Wir trinken warme Getränke 😅

Zurück im Zimmer gabs noch Besuch von einer Krabbe im Bad! 🦀 Die hat dann jmd vom Hotel gerettet und uns gleich mit. 🤣

Vorm Abendessen wurde noch gelesen – jede in ihrer bevorzugten Klimazone. 🤓

Beim Essen wollten wir „nicht so viel“, weil wir gar keinen Hunger hatten. Naja hat nicht so geklappt. 🙈

Jetzt noch duschen, dann lesen und vermutlich sehr schnell schlafen. 💤 

Heute fehlt mir Marie irgendwie wieder mal besonders stark. Es ist jeden Tag ein Stich, aber heute schon mehr ein richtiger Schmerz. Wie gerne würde ich sie anrufen und ihr erzählen, was ich alles erlebt habe. Vermutlich würde sie sagen: „super Moni, suuuuper.“ Und „Vorsicht, Moni“. 💫

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