23./24. Juli 2026
Die letzten 26 Stunden waren pure Reisezeit und es gibt gar nicht sooo viel zu erzählen und doch war es total ereignisreich!
Wir wurden mit dem Bus vom HOMESTAY abgeholt und zum hafen gebracht. Diesmal allerdings nicht um auf ein Speedboot umzusteigen, sondern MIT DEM BUS auf die Fähre zu fahren. Wie wild??? Und wir durften (sollten sogar) im Bus bleiben während wir zurück zum Festland gefahren sind. 👀
Dann gab’s 2 Stunden Busfahrt zur Minipause, wo es aber nur 10min in der brütenden Hitze gab. Andere rauchten, wir gingen aufs Klo und dann gab’s Eis! 🤓
Der Fahrer sagte dann es seien noch 100km, aber für die haben wir dann nochmal so 2,5h gebraucht. 😅 Irgendwie fahren hier alle sehr langsam. 👀
Aber wir sind ja nicht im Stress und nachdem ich das dritte Buch diese Reise durchgelesen hab, hab ich dann noch ein bisschen geschlafen. 😴



In Ninh Binh angekommen, wurden wir ausgerechnet genau vor dem Spasalon rausgelassen, den wir schon im interner recherchiert hatten. 🤣
Aber erstmal zum Bahnhof und klären, ob wir die Tickets noch ausdrucken müssen. Müssen wir nicht, wlan und Minimarkt ausgecheckt – das passt. Aber wir hatten noch 6 Stunden Zeit, bis er Bus fuhr. Also erstmal in ein schönes Café für eine Kaffeepause. Margarete hat schon ein Banh Mi gegessen, was so gut war, dass wir uns entschieden auch hier Abendbrot zu essen. Dazwischen hatten wir noch unseren Massagetermin. Dafür haben wir dann einfach unsere großen Rucksäcke im Café gelassen. Das war ein ganz niedlicher Laden, familiengeführt – alle super zugewandt. Wenn man aufs Klo wollte, ging man durch die Küche, die nicht wirkte wie eine Industrieküche sondern ähnlich ausgestattet war, wie meine eigene. 😅
Der Massagesalon war dann mal wieder ein Erlebnis der anderen Art. Wir hatten schon einiges per WhatsApp abgeklärt, ich vermute weil da keiner englisch konnte. Ich wollte eine Ganzkörpermassage & Hair Spa. Margarete nur Nacken & Schulter plus Haare. Aber irgendwie waren sie sich ganz uneinig was sie da taten. Am Ende hab ich auf jeden Fall „nur“ Rücken und Arme bekommen und Margarete noch Beine dazu. Aber das war sehr sehr gut! Mit heißen Steinen und so 😍
Das Witzigste war aber, dass wir unsere Kleidung samt BH ausziehen und so ein Tuch anziehen sollten. Das hatte oben Gummizug und lies sich somit bis unter die Achseln ziehen. Bei der Massage hat man es dann runter gezogen und man lag ja eh auf der Matte. Aber beim Haare waschen hat man sich mit dem Rücken auf eine Liege gelegt und wurden die Haare behandelt. Da kam ich mir dann schon ein bisschen nackt vor. Und man möge bedenken, dass der Laden aus einem großen Raum bestand mit mehreren Liegen und ein großes Schaufenster hatte. Naja was soll’s, wir kommen wohl eh nicht wieder. 🤣 Die Haar/Kopfmassage war allerdings seeeehr genießbar. Danach wurden wir auf zwei harte Stühle gesetzt, meine Fuße durften noch in so ein Fußreflexzonengerät und dann wurde geföhnt. Und als Margarete fertig war, wurden meine Haare mit 2 Föhnen geföhnt und waren danach immer noch nicht trocken. Hupsi. 👀🤓
Währenddessen dachte ich die ganze Zeit: wieso hab ich eig nicht mein eigenes Shampoo mitgebracht? Ich will nicht nach einer Blumenwiese riechen. Aber naja, zu spät. Aber es ist jetzt mehr so ein Kräutergarten. Und WEICH sind die Haare. Sooo weich. Das ist wirklich sehr sehr cool!
Danach ging’s dann zurück ins Café, wo der Besitzer sichtlich froh schien, dass wir wirklich wieder gekommen sind. Für mich gab’s Tofu mit Tomaten (Sau lecker) und Reis & für Margarete gebratene Nudeln. 😍 Für die lange Zugfahrt haben wir uns noch jeweils 2 Banh Mi mitgenommen. Die Mutter des Kellners hat alles in der kleinen Küche frisch und liebevoll zubereitet.



Das wlan war hier auch so gut, dass wir noch Vietnamdokus für die Fahrt (Spoiler: wir haben nicht eine geschaut) runtergeladen haben. Gegen 22 Uhr sind wir dann rüber zum Bahnhof, haben uns noch mit Snacks und Getränken eingedeckt und um 22:40 Uhr wurde dann auch der Zug angesagt. Dafür hat man sein Ticket aufm Handy vorgezeigt, wobei der Bahnhofsmitarbeiter nicht mal beide Tickets sehen wollte, sondern uns bloß weiter geschoben hat 🤣
Pünktlich um 22:59 Uhr fuhr dann der Zug ein in einer Geschwindigkeit, huihuihui, damit waren dann alle Fragen, wieso man für die 650km von Ninh Binh nach Da Nang 15 Stunden braucht, auch beantwortet. Dann gingen die Waggontüren auf, eine kleine Laterne wurde hingestellt und man durfte einsteigen. Und dann wurden wir rein gescheucht, aber der Gang war genauso breit oder auch schmal, wie wir mit unseren Rucksäcken. Und es bestand auch immer noch die Gefahr, dass wir doch kein 2er Abteil sondern ein 4er oder 6er haben. Leider musste ich bei der Buchung ein bisschen auf Risiko gehen. Die Seiten sind nicht unbedingt dafür ausgelegt, dass man sie versteht, wenn man kein vietnamesisch spricht. 😅



Aber die Freude war groß! Es war ein 2er Abteil, mit zwei Betten, Wasser, Tassen und nem wunderbaren Blick nach draußen. Herrlich, wie sehr man sich darüber freuen kann. 🙌🙈
Statt wie geplant die ganzen Dokus zu gucken und all unsere bisher aufgekommenen Fragen zu beantworten, sind wir dann aber schlichtweg einfach eingeschlafen. Vorher gabs noch eine kleine Debatte auf dem „Flur“ wegen der Klimaanlage die einfach saukalt eingestellt war. Aber da haben zum Glück schon andere Menschen Partei ergriffen und diskutiert. Dann war’s aber auf einmal super warm. Dann wurde es wieder kalt und so ging es wir die ganze Nacht. Aber hey: Schön eingemummelt und dann das hin und her schuckeln des Zuges – fast wie in einer Babywiege. Da haben wir erstaunlich gut geschlafen. Klar, man war immer mal wieder wach, aber es war wirklich voll in Ordnung! Und einfach eine Erfahrung, die ich allen Reisenden in Vietnam wärmstens empfehlen würde. Allerdings wirklich mit dem Luxus sich die Kabine nicht teilen zu müssen. 😅



Heute Morgen haben wir dann unsere Banh Mis gegessen, gelesen, erzählt und einfach rausgeguckt. Es fühlt sich auf jeden Fall deutlich kürzer als der Hinflug an, obwohl 16h:30 min deutlich mehr sind als die 11 Stunden Flug. Wenn man doch nur im Flieger liegen könnte. 😅👀
Wir sind dann echt durch spannende Vegetation gefahren, haben den Wetterpass mehr oder weniger gespürt (davor war halt Regen und danach Sonne) und dann kam das Meer! Ein Traum!
Zum Schluss wurden wir dann schon mehr oder weniger freundlich aus dem Zimmer gebeten, damit die Betten gemacht wurden. Und ja, nur gemacht, nicht neu bezogen. 🤣



Wir haben beim aussteigen dann noch beobachtet, wer als Nächstes eingestiegen ist. Da gabs keine neue Bettwäsche, aber naja, vielleicht schlafen die ja nicht. 🙊



Wir wurden dann schon von unserem Fahrer erwartet, nochmal eine Stunde bis Hoi An und dann sind wir endlich daaaa. Nach 5h Bus, 6h Wartezeit, 16,5h Zug und 1h Taxi 🤣
Nach einer Verschnaufpause im Hotel sind wir dann einige Zeit rumgestreift und ich hab vielleicht schon zwei Paar Schuhe in Auftrag gegeben. 😅
Mal sehen, wie die morgen aussehen!



Zum Abendessen waren wir bei einem kleinen, aber sooooo guten Strassenstand. Wir haben todesmutig CAO LAO gegessen – ein traditionelles Gericht, was es hauptsächlich hier in HOI AN gibt. 😍
jetzt muss ich erstmal neue Bücher runterladen, weil ich schon 4 durchgelesen habe.



